Impfungen vor der China-Reise

Als vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten ermöglicht die Impfung einen Schutz der eigenen Gesundheit. Generell bedeuten Reisen in südliche Entwicklungsländer ein Risiko zur Ansteckung. Aufenthalte in den chinesischen Metropolen Beijing und Shanghai sind auch ohne Impfungen möglich. Trotzdem gelten die folgenden Hinweise bei Impfungen zu beachten.

 

Impfungen für den Aufenthalt in China

Für die Reise nach China sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben, außer wenn sich der Reisende innerhalb der letzten sechs Tage in Gelbfieberinfektionsgebieten aufgehalten hat. Bei der Einreise muss man auf einem Formular versichern, dass man an keiner ansteckenden Krankheit leidet. Ausländer, die ein Resident Permit beantragen, müssen in China einen Aids-Test machen, der meist darin besteht, dass man auf dem Fragebogen bei Aids „no“ ankreuzt.

Aus Sicht des Webmasters empfehlen sich folgende Impfungen für China und andere Länder. Zusätzlich ist bei der Reise nach Südchina eine Impfung gegen Malaria vorteilhaft.
Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis A.


Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte Infektionskrankheit. Hauptsymptom ist eine akute Entzündung der Leber (Hepatitis). Die Hepatitis A verläuft niemals chronisch und heilt meist ohne ernsthafte Komplikationen spontan aus. Sie wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel (z. B. Muscheln) übertragen und tritt in unseren Breiten meist als importierte Erkrankung nach einem Aufenthalt in Risikogebieten auf. Eine Impfung ist der derzeit beste Schutz gegen eine Hepatitis A.

 

Polio

Die Poliomyelitis, kurz Polio, oder auch Kinderlähmung ist eine von Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit, die bei Ungeimpften die muskelsteuernden Nervenzellen des Rückenmarks befallen und zu bleibenden Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod führen kann. Überwiegend sind Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren, gelegentlich auch ältere Patienten bis ins Erwachsenenalter betroffen. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, gibt es keine ursächliche Behandlung.

Diphtherie

Bei der Diphtherie handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch eine Infektion der oberen Atemwege mit dem Gram-positiven Corynebacterium diphtheriae hervorgerufen wird. Gefürchtet sind das von diesen Erregern abgesonderte Exotoxin Diphtherietoxin, welches zu lebensbedrohlichen Komplikationen und Spätfolgen führen kann.

 

Tetanus

Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, welche die muskelsteuernden Nervenzellen befällt und durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst wird. Die resistenten Sporen des Bakteriums kommen nahezu überall vor, auch im Straßenstaub oder in der Gartenerde. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Geschädigt werden die muskelsteuernden Nervenzellen, wodurch typische Lähmungen und Muskelkrämpfe entstehen.

 

Vogelgrippe und SARS

SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) und Vogelgrippe sind in den letzten Jahren auch von den europäischen Medien stark aufgeriffen worden. Das SARS-Coronavirus stammt aus der Zibetkatze, nehmen Fachleute an. Diese Schleichkatze lebt im Dschungel Südchinas. In der Bevölkerung gilt das Marder-ähnliche Tier als Delikatesse, es wird in Restaurants und Märkten als Nahrungsmittel angeboten. Wie das Virus von der Katze auf den Menschen übersprang, konnten Forscher nicht genau rekonstruieren. Allerdings passiert es immer wieder, dass ein Erreger so mutiert, dass er seinen bisherigen Wirt - ein Tier - verlassen und auch den Menschen infizieren kann. Das Virus kostete zwischen November 2002 und Juni 2003 fast 800 Menschen das Leben. Über 8000 Menschen erkrankten schwer. Aber für normale Reisende ist es eher unwahrscheinlich mit diesen Krankheiten in Kontakt zu kommen. Wegen der Vogelgrippe sollte man direkten Kontakt zu Vögeln sollte man vermeiden.



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