Tee ist das Nationalgetränk in China.
Da Tee auch aus China stammt gibt es dort eine Vielzahl an verschiedenen
Teesorten und Zubereitungen. Daneben hat Bier in den letzten Jahrzehnten
in China an Popularität gewonnen. China ist inzwischen der weltgrößte
Bierbrauer und die Nachfrage steigt weiter. Typisch für China
sind auch Schnäpse, darunter der bekannte und teuere Maotai.
Tee
Tee heißt in China Chai und wird Tschai ausgesprochen.
Der chinesische Tee wird vor allem im Süden des Landes angebaut.
Der grüne Tee kommt aus den ostchinesischen Provinzen Zhejiang,
Anhui und Fujian, der rote Tee aus der Provinz Yunnan, der Oolong-Tee
aus Fujian oder Taiwan, der gelbe Tee aus Hunan und der schwarze Tee
aus Sichuan und Yunnan. Die meisten Chinesen trinken grünen Tee.
Guter grüner Tee kann drei- bis viermal wieder aufgegossen werden.
Der Tee-Kenner trinkt ihn ohne Zucker und Milch. Daneben gibt es regionale
Unterschiede. In Peking ist der Jasmintee sehr beliebt, der hierzulande
auch in vielen Chinarestaurants angeboten wird. In der südchinesischen
Provinz Fujian wird schwarzer Tee getrunken. Die Tibeter benutzen
so genannten "Ziegeltee", also pulverisierten Grüntee,
der mit Hilfe von Reiswasser zu Blöcken gepresst und getrocknet
wird. In dieser Form wurde der Tee zur Zeit der Tang-Dynastie in ganz
China verkauft. Der Block wird in einer Kanne aufgekocht und mit etwas
Salz gewürzt, zu Ehren von Gästen auch noch mit Yak-Butter.
Mongolische Hirten in Nordchina versetzen ihren Tee mit Milch und
einer Prise Salz. In Südchina kennt man auch die Zubereitung
des Tees mit Früchten, der Gästen als Zeichen der Ehrerbietung
gereicht wird. Heißes Wasser für den Tee bekommt man sogar
in den Zügen. Einen Becher und Tee sollte man also auf jeder
Reise dabei haben.
Bier
Bier
ist ebenfalls ein beliebtes und verbreitetes Getränk. Jede Provinz
braut ihre eigenen Sorten. Die chinesischen Biere sind sehr leicht
und alkoholarm, allerdings bekommt man fast ausschließlich große
Flaschen à 630 ml. Das berühmteste Bier kommt aus Qingdao,
früher Tsingtao, in der Provinz Shandong und wird nach deutschem
Reinheitsgebot gebraut. Denn dieses Gebiet stand bis 1914 unter deutscher
Kolonialverwaltung. 1903 wurde zur Versorgung der Deutschen vor Ort
die heute größte chinesische Brauerei von den Deutschen
gegründet. Zusätzlich wird Tsingtao Bier in 50 Länder
exportiert. Mittlerweile ist auch die ausländische Konkurrenz
mit Joint-Venture-Betrieben auf den Markt getreten, und Marken wie
Becks, Tuborg und San Miguel gehören bereits zum Standardrepertoire
vieler Restaurants. Bestellt man als Ausländer Bier, bekommt
man aber fast immer zuerst Tsingtao-Bier vorgesetzt. Obwohl Kühlschränke
in den meisten Regionen des Landes zur Grundausstattung gehören
selbst Garküchen stöpseln ihren Kühlschrank
an irgendwelche herumhängenden Leitungen an , werden in
ihnen keine Getränke gekühlt, sondern nur verderbliche Nahrungsmittel.
Auch der verwöhnte Biertrinker muss sich daher vielerorts an
warmes Bier gewöhnen. In Restaurants wird nicht selten gefragt,
ob man kaltes oder warmes Bier möchte. Viele Chinesen trinken
es gerade im Winter lieber ungekühlt.
Schnaps
Chinesen
stoßen zu einem guten Essen gern mit hochprozentigen Schnäpsen
an. Sie sind meist sehr scharf oderschmecken intensiv nach Medizin
und sind auf jeden Fall sehr gewöhnungsbedürftig. Irritierend
ist, dass das chinesische Wort Jiu (Alkohol) den Schnaps mit einschließt.
Wenn man in China Wein (engl.: wine) angeboten bekommt, ist damit
immer Schnaps gemeint. Der bekannteste und edelste Schnaps ist der
aus Gaoliang gebrannte Máo Tái Jiû . Er ist benannt
nach dem Städtchen Maotai mit etwa 10.000 Einwohnern in der südchinesischen
Provinz Guizhou. Durch mehrfaches Brennen erreicht der Maotai einen
Spitzenwert von 70 Prozent Alkohol. Ein bedeutender chinesischer Produzent
des Maotai ist das Unternehmen Kweichow Moutai.Das Wasser dafür
stammt aus dem Fluss Chishui. Weil die Produktionskapazitäten
begrenzt sind und der Schnaps bis zu 50 Jahre gelagert werden kann
gibt es häufig Plagiate dieser Marke. Deshalb sollte man der
eignen Gesundheit zuliebe Abstand davon halten Alkoholika auf der
Straße zu käufen. Die chinesischen Schnäpse kann man
übrigens nie per Glas bestellen, man muss grundsätzlich
die ganze Flasche kaufen.