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Politisches System in ChinaDie Politik der Volksrepublik China wird seit
der Gründung 1949 von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh)
bestimmt. Diese Kaderpartei ist der eigentliche Inhaber der politischen
Macht in China und seine Mitglieder stellen die Entscheider in Regierung
und Verwaltung, ähnlich früher in der Sowjetunion. Nach
dem Tod von Mao Zedong 1976 hat sich das auf eine Person zugeschnittene
System auf mehrere Spitzen verteilt. Die Exekutive in der Volksrepublik China
Zentralkomitee der Kommunistischen Partei ChinasDas Zentralkomitee (ZK) hat 198 Mitglieder und 158 Kandidaten. Es ist allerdings nicht so sehr ein Entscheidungsorgan, sondern das zentrale Repräsentativorgan der wichtigsten Gruppen. Jede Teilbürokratie in Partei, Staat und Armee, jede gewichtige politische Meinungsgruppe und jede Provinz hat einen oder mehrere Vertreter im ZK. Gewählt werden sie alle fünf Jahre auf Vorschlag der Parteispitze von etwa 2100 Delegierten aller Parteiorganisationen. Aus der Mitte des ZK wird wiederum das Politbüro gewählt. Die Macht liegt bei vielleicht 100 Personen, die in den einzelnen Gremien das Wort führen, also in den Händen der Politbüromitglieder, ZK-Sekretäre, der Spitzen der ZK-Bürokratie, der Ersten Provinzsekretäre, der Mitglieder der Zentralen Militärführung und der Angehörigen der Ständigen Konferenz des Staatsrats.
Die zentralen staatlichen FührungsorganeDer Staatsapparat gilt neben den Massenorganisationen und dem Militär als wichtigstes Vollzugsinstrument der Partei. Die Machtausübung folgt den Prinzipien der Gewaltenkonzentration und des Demokratischen Zentralismus. Nach der Verfassung von 1982 gibt es sechs staatliche Verfassungsorgane, und zwar den Nationalen Volkskongress, den Staatspräsidenten, den Staatsrat (Zentralregierung), die Zentrale Militärkommission, den Obersten Volksgerichtshof und die Oberste Volksanwaltschaft. Nationaler Volkskongress Höchstes Organ der Staatsmacht ist der Nationale Volkskongress unter Vorsitz von Wu Bangguo, einem Protegé des ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin, dessen Mitglieder aus den Volkskongressen auf Provinzebene gewählt werden. Der NVK stellt kein Parlament dar. Seine Aufgaben sind die Gesetzgebung und der Staatshaushalt. Für seine Arbeit setzt er neun Fachausschüsse ein: für Finanzen und Wirtschaft, innere Angelegenheiten und Rechtswesen, Erziehung und Wissenschaft, auswärtige Angelegenheiten, Auslandschinesen, Umweltschutz, Nationalitätenfragen sowie Landwirtschaft und ländliche Gebiete (seit 1998). Der Nationale Volkskongress braucht faktisch das Vertrauen der Regierung, um arbeiten zu können, er ist auch keine echte Volksvertretung oder ein Forum für oppositionelle Meinungen, sondern einzig ein Ausführungsorgan der Führungsspitze. Verliert die Regierung das Vertrauen in den Kongress, kommt sie auch wunderbar ohne ihn aus, wie die Jahre 1965 bis 1975 zeigten, in denen der Volkskongress seine Rechte hat ruhen lassen.
Der Staatsrat der Volksrepublik China
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