Chinesisches Essen ist sehr vielfältig. Durch die Größe von China gibt es in jeder Region unterschiedlich Arten von Gemüse, Fisch und Fleisch. Grundlagen der Küche sind Reis und Nudeln. Während in Küstengebieten Garnelen, Tintenfische, etc. angesagt sind kann man im Landesinneren Varianten von Morcheln, Geflügel und Schwein genießen. Alle Großstädte in China bieten neben der eigenen Küche auch die traditionellen Gerichte anderer Regionen an.
Mal wird in vier, mal in fünf, dann wieder in acht und manchmal sogar in neun Küchen unterschieden. Im Großen und Ganzen wird die chinesische Küche von den folgenden Stilen geprägt: Beijing-, Shandong-, Huaiyang-, Jiangsu-Zhejiang-, Fujian-Guangdong-, Sichuan-, Hubei- und Hunan-Küche. Diese werden wiederum in je sechs Kategorien eingeteilt: lokale bzw. regionale Gerichte, kaiserliche Gerichte, die von der kaiserlichen Küche ausschließlich für den Kaiser und die Kaiserin zubereitet wurden, „Familiengerichte“, die hochrangigen Mandarinen vorbehalten waren, nach und nach aber auch in die normalen Küchen Eingang gefunden haben, ethnisches Essen, das z. B. in Form von Hot Pots (Fondu) den Weg in die Hauptküchen gefunden hat, vegetarisches Essen, das vor allem in den Klöstern vorherrschte, und medizinische Gerichte, von denen man annahm, dass sie durch das Hinzufügen von Heilkräutern eine gesundheitsfördernde Wirkung besaßen.
Dank seiner Lage gibt es in der Region um Shanghai eine große Auswahl an Süßwasserfischen, die bevorzugt in brauner Soße zubereitet werden. Diese besteht aus einer Kombination von Sojasoße, Wein, Zucker, Knoblauch und Brühe, in der Fleisch, Fisch oder Gemüse relativ lange gekocht werden, bis sie ganz dunkel sind. Bekannt ist die vegetarische Küche, die man in China sonst nur schwer findet (fast immer ist irgendwo im Essen Fleisch oder was dafür gehalten wird enthalten). Wer nach Suzhou kommt, sollte Mandel-Ente probieren. Viel Wert wird auch auf die äußere Präsentation des Essens gelegt. Lecker ist zum Beispiel eine Suppe, die in einem außen durch Schnitzereien verzierten und frisch ausgehöhlten Kürbis serviert wird. Eines der berühmtesten Gerichte ist das Bettler-Huhn aus Zhejiang, das in Lehm gebacken wird.
Hier denkt zu Recht jeder zunächst an die Peking-Ente, aber auch Baozi (mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Hefeklöße) und Jiaozi (ähnlich wie die schwäbischen Maultaschen) sind eine beliebte Spezialität. Empfehlenswert sind außerdem frittierte, mit Teig ummantelte Krabben, gekochter Fisch in roter Soße, und als Nachspeise geschlagenes Eiweiß, mit geschmolzenem Karamell überzogen und mit Sesam bestreut. Beliebt sind übrigens auch gekochte Kartoffeln, die mit Karamell überzogen werden. Man taucht sie ganz kurz ins kalte Wasser, so dass der flüssige Karamell hart wird. Die Beijing-Küche ist bei den meisten Ausländern die beliebteste Richtung, da sie Wert auf Merkwürdigkeiten oder Einzigartigkeit legt. Ihr Ziel ist es, aus ganz normalen Zutaten besonders schmackhafte Gerichte zu machen.
Ihre Meinung ist gefragt