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Ernährung und Hygienestandards in China weichen häufig
von dem ab was Touristen aus Europa gewohnt sind. Eine gute Vorbereitung ist
deshalb umso wichtiger, weil der Zugang zu medizinischen Leistungen auf
westlichem Standard allein schon aus Sprachgründen schwierig ist. Eine
sorgfältig ausgestattete und aufgefrischte Reise-Apotheke sollte für jeden
Aufenthalt über drei Tage in China vorhanden sein.
China ist in was die Gesundheit und Hygiene betrifft sicher besser als sein Ruf im Westen. Wobei eine Unterscheidung zwischen den Städten an der Ostküste und dem Land getroffen werden muss. Die Städte verfügen über eine flächendeckende Gesundheitsversorgung und in verschiedenen Arztzentren wird auch Englisch gesprochen. Zudem ist die Gefahr für Ansteckungen niedrig. Demgegenüber treten auf dem Land öfters Fälle von Tollwut auf und bei westlichen Touristen häufig Durchfall-Erkrankungen. Das Gesundheitsystem ist hinter dem der Städte zurück und ohne Chinesisch-Kenntnisse ist die Verständigung mit dem Arzt kaum möglich.
Wichtige Hinweise:
Die Bedürfnisanstalten in China unterscheiden sich von dem wem was wir im Westen gewohnt sind. Meist handelt es sich um typische Hockklos. In China bestehen sie entweder aus rechteckigen Löchern mit einer Sickergrube darunter, oder sie sind an eine Wasserspülungsrinne angeschlossen. Die einzelnen Rechtecke sind vielfach nicht mit einer Trennwand versehen. Man hockt sich also in eine Reihe mit all den anderen. Für viele Touristen beginnen spätestens da die Schwierigkeiten. In China gibt es in nahezu jeder Straße ein öffentliches Klo, das man am Geruch und an den Männlein- Weiblein-Symbolen erkennt. Toilettenpapier gehört immer mit ins Handgepäck. Hotels für westliche Besucher verfügen in der Regel über die höheren Toilettenschüsseln.
Die medizinische Versorgung in China ist für ein Entwicklungsland recht gut. In allen größeren Städten sind ausreichende Ärztezentren und Krankenhäuser vorhanden. In Städten wie Beijing, Guangzhou oder Shanghai gibt es auch schon Krankenhäuser, die internationalen Spitzenstandard bieten. Die hygienischen Bedingungen sind außerhalb der Metropolen allerdings zum Teil mangelhaft. In Krankheitsfällen helfen Krankenhäuser, die Ambulanzen der großen Hotels, die meist einen Englisch sprechenden Arzt beschäftigen, und, wenn sonst nichts anderes erreichbar ist, Straßenambulanzen, die man am roten Kreuz erkennt. In allen Einrichtungen müssen Arzt- und Medikamentenkosten sofort gezahlt werden, sie sind aber in der Regel sehr niedrig. In einigen großen Krankenhäusern gibt es eigens Abteilungen für Ausländer. Vor der Reise nach China (generell für jede Auslandsreise) empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Diese sinnvolle Versicherung ist bereits für ca. 10 Euro im Jahr zu haben.
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