Fakten zu Shanghai

Shanghai ist eine Stadt, die von der Größe und Bevökerungszahl schwer mit einer in Europa zu vergleichen ist. In dieser Stadt findet man die höchsten Wolkenkratzer Asiens, eine Formel 1-Strecke, die einzige kommerzielle Transrapid-Strecke und vieles mehr. Einige Daten und Fakten zur Stadt ermöglichen diese Metropole teilweise zu verstehen. Wichtig ist v. a. man muss es gesehen haben.


Stadt und Provinz Shanghai

Shanghai erstreckt sich auf einem Stadtgebiet von 6341 Quadratkilometern - sieben Mal so groß wie Berlin. Shanghai ist eine regierungsunmittelbare Stadt, d.h. sie ist direkt der Zentralregierung unterstellt und ihr Status entspricht dem einer Provinz. An die Stadt grenzen die beiden Provinzen Jiangsu im Norden und Zhejiang im Süden an. Die Bevölkerungszahl liegt bei ca. 16,7 Millionen Einwohnern, davon in der eigentlichen Stadt Shanghai rund 13 Millionen. Das ganze Gebiet liegt im südlichen Delta des Jangtsekiang an seinem rechten Mündungsarm Huangpu Jiang. Die durchschnittliche Höhe über dem Meeresspiegel beträgt vier Meter. Der höchste Berg in der Provinz Shanghai ist der She Shan mit einer Höhe von 100 Meter.


Klima und Natur

Beste Reisezeit für Shanghai ist Frühjahr und Herbst. Shanghai hat ein subtropisch maritimes Monsunklima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,3 Grad Celsius. Die Jahresniederschlagssumme liegt bei 1.112 Millimeter, davon fallen 50 Prozent in die Zeit von Mitte Mai bis Mitte September. Im Winter ist es feuchtkalt, die Temperaturen liegen bei durchschnittlich 3,4 bis 5,6 Grad Celsius. Früher waren diese niedrigen Temperaturen für die Bewohner südlich des Jangtse sehr unangenehm, weil er die „Heizlinie“ markierte, was heißt, dass südlich des Jangtse nicht geheizt werden durfte. Weil es aber auch dort sehr kalt werden kann, wurde diese Regelung abgeschafft. In den schwülheißen Sommermonaten werden Temperaturen von durchschnittlich 23,1 bis 27,2 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent erreicht. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen gelegentlich bis zu 40 Grad Celsius. Außerdem suchen in den Sommermonaten zahlreiche Taifune die Stadt heim, mit häufig sehr starken Niederschlägen in kürzester Zeit.



Baustelle und Hochhäuser in Shanghai
Baustelle und Hochhäuser in Shanghai

Wirtschaft und Verkehr

Die einstige Handelsmetropole entwickelte sich ab 1949 zum größten Industriezentrum Chinas, v. a. Eisen- und Stahlindustrie, Metallverarbeitung, Maschinen-, Fahrzeug- und Schiffbau, sowie Elektrotechnik. Unter Deng Xiaoping wurd Shanghai 1984 zur offenen Stadt für Auslandsinvestitionen erklärt. In der direkten Folge daraus wurde 1990 eine Freihandelszone sowie mehrere ökonomische- Entwicklungszonen in Pudong geschaffen. 1992 wurde schließlich die Börse wieder eröffnet, zusammen mit der Börse von Shenzen ist sie die wichtigste in China (ohne Hongkong).

In Shanghai liegt mit über 22 Millionen TEU pro Jahr der drittgrößte Containerhafen der Welt. Nach Gesamtumschlag ist der Hafen mit 537 Millionen Tonnen Waren im Jahre 2006 sogar der größte. Die Stadt verdankt einen überwiegenden Teil ihrer wirtschaftlichen Bedeutung den ausgezeichneten Verkehrsverbindungen. Shanghai ist der Eisenbahnknotenpunkt im Osten von China mit guten Verbindungen in den Norden und Süden des Landes. Der Hauptbahnhof liegt nördlich des Suzhou-Kanals. Als einzige Stadt in China verfügt Shanghai über zwei Flughäfen: den Internationalen Flughafen Pudong und innerchinesische Flüge benutzen den Flughafen Hongqiao.

Shanghai bietet mit seinen Hochschulen und Bildungseinrichtungen die am besten ausgebildeten Fachkräfte in China und besitzt zahlreiche Wirtschaftszonen für neue Investitionen. Pudong ist langfristig die wichtigste, gefolgt von Minhang im Südwesten oder Hongqiao beim Flughafen und der ersten Zollverschlusszone Chinas, Waigaoqiao. Größter ausländischer Investor Shanghais und auch Chinas ist Shanghai Volkswagen, der unangefochten auf Platz eins der ausländischen Investoren steht, aber auch sonst sind alle Firmen von internationalem Rang vertreten.

 



Ihre Meinung ist gefragt