Guiyang ist das politische, kulturelle und
wirtschaftliche Zentrum der Provinz Guizhou. Rund 3,5 Millionen Einwohner
leben im Stadtgebiet auf 1070 Metern Höhe, das von hohen Karsthügeln
und Parks durchzogen ist. Die Stadt gibt ein gutes Beispiel für
eine stark gewachsene Provinzstadt im chinesischen Hinterland.
Guiyang im Überblick
Durch
die Stadt Guiyang fließt kurvenreich der Fluss Nanming. Das
Klima in Guiyang wird durch subtropisches und feuchtes Monsunklima
bestimmt. Der Winter ist mild und der Sommer ist, auch auf Grund der
Höhenlage, nicht heiß. Die Durchschnittstemperatur im Januar
ist 10 Grad Celsius und im Juli 27 Grad Celsius. Die Stadt beherbergt
auch die Universität Guizhou mit ca. 45.000 Studenten und einem
breiten Angebot an Studienfächern. Guiyang besitzt wenige wirkliche
Sehenswürdigkeiten, davon ist der Qianling-Park mit seinen Wäldern,
Seen und dem buddhistischen Hongfu-Kloster die wichtigste.
Ausländer sind in Guiyang, wie auch in der ganzen Provinz Guizhou,
seltener anzutreffen als in den Küstengebieten. Umso höher
ist die Aufmerksamkeit die man dort erregt und die Menschen dort sind
zu Ausländern höflicher als im Osten von China. Typisch
für das moderne China und seine Widersprüchlichkeit: Unterhalb
dieses zentralen Platzes in Guiyang befindet sich ein amerikanischer
Wal-Mart und oben wird der kommunistische Weg gelobt.
Die neue Stadt
Seit
den frühen 1990er Jahren ist Guiyang sehr stark gewachsen. Der
Zuzug von ehemaliger Landbevölkerung und die gestiegene wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit haben Hochhäuser, neue Wohn-, Handels-
und Gewerbegebiete entstehen lassen. In einer Gebirgslandschaft, die
von Karstbergen und Wäldern durchzogen ist gerät die Expansion
der Stadt an Ihre Grenzen. Aus diesem Grund wurde um 2000 mit dem
Bau eines neuen Stadtteils auf ebenerem Gebiet begonnen. Bis 2020
sollen dort nochmals drei Millionen Menschen leben und arbeiten. Die
Pläne und Modelle dazu sind, wie vieles in China, bombastisch.
Bislang stehen gerade Mal 2% der ganzen Vision.