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Sommerpalast

Der Sommerpalast ist eine der größten Anlagen in der Region um Peking.

 

Die größte erhaltene klassische Parkanlage Chinas befindet sich 20 km nordwestlich vom Zentrum Pekings. Auf der kurzen Fahrt geht es an der Universität von Peking vorbei. Für den Besuch des Sommerpalastes benötigt man Zeit, Muße und gutes Wetter. Der 290 Hektar große Park war die Sommerresidenz der Qing-Dynastie. Die Kaiser waren ihr Leben lang von der Außenwelt abgeschnitten.
Sie sollten sich hier auf die göttliche Bestimmung besinnen und inmitten von Harmonie und Ruhe ihre Rolle optimieren. Die weite Anlage mit dem künstlich angelegten Kunming-See umfasst u. a. den „Hügel des langen Lebens“, eine Vielzahl von Pavillons sowie diverse Hallen. Eine Brücke mit 17 Torbögen führt zur Südinsel mit dem Drachenkönigtempel. Ein 728 m langer Laubengang, dessen Decke alte Mythen und Geschichten zieren, führt durch den Palast und bietet Schutz vor Sonne und Regen. 8000 Gemälde
schmücken den Gang und laden zum Verweilen ein. Der Bau des Sommerpalastes begann 1153 und wurde über die Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien bis zum Abschluss 1764 fortgesetzt.




Folgt man dem Gang nach Westen, gelangt man zum bekanntesten Punkt des Palastes, zum Marmorboot. Es entstand bereits unter dem Qianlong-Kaiser, wurde aber unter der Kaiser-Witwe Cixi zum Raddampfer-Nachbau umgestaltet. Cixi, mit Mädchennamen Yehe Nara, kam mit 16 Jahren als niedere Konkubine an den Kaiserhof und wurde eine der wenigen einflussreichen Frauen in der Geschichte Chinas. 1888 ließ sie den 1860 als Demütigung des Kaiserhofes von Engländern und Franzosen zerstörten Palast instand setzen. Nach der Niederschlagung des Boxeraufstandes 1900 wurde der Palast erneut geplündert und zerstört, so dass Cixi ihn 1903 erneut restaurieren ließ.

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