Beijing, im westlichen Ausland auch Peking
genannt, ist als Hauptstadt der Volksrepublik China eine der größten
und wichtigsten Städte in China. In den Bereichen Wirtschaft,
Kultur und Bildung hat Beijing weltweit Bedeutung. Peking liegt am
Übergang der dicht bevölkerten chinesischen Tiefebene zur
Mongolei. Trotz der vielen Veränderungen nach dem Ende des Kaiserreichs
vor fast 100 Jahren ist die Beijing noch immer die Schaltzentrale
eines Großreichs geblieben.
Stadt und Provinz Beijing
Beijing ist eine der vier regierungsunmittelbaren
Stadtregionen des Landes, somit ist sie ist der chinesischen Regierung
unmittelbar unterstellt. Rund 14 Millionen Menschen leben in einem
Gebiet das neben dem eigentlichen Beijing auch ländliches Umland
erfasst und sich teilweise bis ins nördliche Bergland erstreckt.
In der eigentlichen Stadt sind es ca. 8,5 Millionen Einwohner - ohne
die ungezählten Wanderarbeiter. Die Gesamtfläche der Stadt
von 16.800 km² verteilt sich auf die sechzehn Stadtbezirke Dongcheng,
Xicheng, Chongwen, Xuanwu, Haidian, Chaoyang, Fengtai, Mentougou,
Shijingshan, Fangshan, Tongzhou, Pinggu, Shunyi, Huairou, Changping
und Daxing sowie die beiden ländlichen Kreise Miyun und Yanqing.
Klima und Natur in Beijing
Beijings Klima wird von einem gemäßigten
kontinentalen Monsunklima mit sehr heißen, regnerischen Sommern
und kalten, trockenen Wintern, in denen das Thermometer auf -22 °C
fallen kann, geprägt. Die Mittlere Temperatur liegt bei 11, 6
Grad Celsius. Da im Juli und August der meiste Regen in Peking fällt,
empfiehlt sich als Reisezeit April bis Juni und September bis Oktober.
Während der Winterzeit bei uns ist es in Peking sieben Stunden
früher und während der Sommerzeit sind sie sechs Stunden
voraus.
Wirtschaft und Verkehr in Beijing
Zusammen
mit der ebenfalls regierungs-unmittelbaren Stadt Tianjin liegt Peking
mitten in derProvinz Hebei am nördlichen Rand der nordchinesischen
Tiefebene. Diese zentrale Lage im Nordosten ermöglicht den Bezug
von Rohstoffen aus Provinzen wie der Mandschurei. Zusätzlich
liegen im eigenen Gebiet auch Bodenschätze wie Kohle, Kupfer
und Erdöl. Beijings Landwirtschaft hat für China nur eine
geringe Bedeutung, denn auf Grund seiner großen Einwohnerzahl
ist die Stadt als Konsument bedeutend. Sie entwickelte sich nach 1949
zur zweitgrößten Industriestadt nach Shanghai und einem
wichtigen Standort für Schwerindustrie. Für ausländische
Firmen ist Beijing vor allem als Standort für ihre Niederlassungen
interessant, da man hier an der Entscheidungsbasis sitzt und relativ
schnell auf Änderungen reagieren kann. Über 11.000 ausländische
Niederlassungen sind registriert. Größter Arbeitgeber in
Beijing ist der chinesische Staat mit seinen Ministerien und Behörden.
Auch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) mit mehreren großen
Verwaltungsgebäuden innerhalb der Stadt beschäftigt mehrere
tausend Mitarbeiter.
Beijing hat einen Flughafen mit drei Terminals östlich der Stadt.
Der dritte Terminal, aus der Vogelperspektive in Form eines Drachen,
wurde im Februar 2008 im Vorfeld der Olympischen Spiele eröffnet.
Der Flughafen verfügt damit über eine mögliche Kapazität
von ca. 65 Millionen Passagieren im Jahr und ist auch für den
Superjumbo A380 gerüstet. Die Verbindung zwischen der Stadt und
dem Flughafen wird durch die S-Bahn-Linie L1, einer Vielzahl an Buslinien,
Taxen und der Anbindung an das Schnellstraßennetz von Peking
gewährleistet.