Fakten zu Chinas Hauptstadt Beijing

 

Beijing, im westlichen Ausland auch Peking genannt, ist als Hauptstadt der Volksrepublik China eine der größten und wichtigsten Städte in China. In den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Bildung hat Beijing weltweit Bedeutung. Peking liegt am Übergang der dicht bevölkerten chinesischen Tiefebene zur Mongolei. Trotz der vielen Veränderungen nach dem Ende des Kaiserreichs vor fast 100 Jahren ist die Beijing noch immer die Schaltzentrale eines Großreichs geblieben.

 

Stadt und Provinz Beijing

Beijing ist eine der vier regierungsunmittelbaren Stadtregionen des Landes, somit ist sie ist der chinesischen Regierung unmittelbar unterstellt. Rund 15 Millionen Menschen leben in einem Gebiet das neben dem eigentlichen Peking auch ländliches Umland erfasst und sich teilweise bis ins nördliche Bergland erstreckt. In der eigentlichen Stadt sind es 2010 ca. 10 Millionen Einwohner - ohne die ungezählten Wanderarbeiter. 1950 lag die Bevölkerung noch bei 4 Millionen und 1980 bei 6 Millionen. Der chinesische Wirtschaftsboom ab 1980 brachte eine große Abwanderung vom Land in die Stadt mit sich, denn der Aufschwung findet vor allem in den großen Metropolen statt. Nach Schätzungen leben rund vier Millionen Wanderarbeiter leben in Peking. Zum Großteil ohne Registrierung und damit illegal. Die Gesamtfläche der Stadt von 16.800 km² verteilt sich auf die sechzehn Stadtbezirke Dongcheng, Xicheng, Chongwen, Xuanwu, Haidian, Chaoyang, Fengtai, Mentougou, Shijingshan, Fangshan, Tongzhou, Pinggu, Shunyi, Huairou, Changping und Daxing sowie die beiden ländlichen Kreise Miyun und Yanqing.


Klima und Natur in Beijing

Beijings Klima wird von einem gemäßigten kontinentalen Monsunklima mit sehr heißen, regnerischen Sommern und kalten, trockenen Wintern, in denen das Thermometer auf -22 °C fallen kann, geprägt. Die Mittlere Temperatur liegt bei 11, 6 Grad Celsius. Da im Juli und August der meiste Regen in Peking fällt, empfiehlt sich als Reisezeit April bis Juni und September bis Oktober. Während der Winterzeit bei uns ist es in Peking sieben Stunden früher und während der Sommerzeit sind sie sechs Stunden voraus. Die Ozon- und Feinstaubwerte in der Pekinger Luft liegen fast immer weit über den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Neben der Luftverschmutzung leidet die Bevölkerung auch unter Wassernot. Die Grundwasservorräte reichen nicht mehr aus, um die Stadt ausreichend zu versorgen. Große Pipeline-Projekte sind geplant um Wasser aus dem Süden in die Hauptstadt zu leiten.

Bürohochhaus in Peking
Bürohochhaus in Peking

Wirtschaft in Beijing

Zusammen mit der ebenfalls regierungs-unmittelbaren Stadt Tianjin liegt Peking mitten in der Provinz Hebei am nördlichen Rand der nordchinesischen Tiefebene. Diese zentrale Lage im Nordosten ermöglicht den Bezug von Rohstoffen aus Provinzen wie der Mandschurei. Zusätzlich liegen im eigenen Gebiet auch Bodenschätze wie Kohle, Kupfer und Erdöl. Beijings Landwirtschaft hat für China nur eine geringe Bedeutung, denn auf Grund seiner großen Einwohnerzahl ist die Stadt als Konsument bedeutend.

Sie entwickelte sich nach 1949 zur zweitgrößten Industriestadt nach Shanghai und einem wichtigen Standort für Schwerindustrie. Für ausländische Firmen ist Beijing vor allem als Standort für ihre Niederlassungen interessant, da man hier an der Entscheidungsbasis sitzt und relativ schnell auf Änderungen reagieren kann. Über 11.000 ausländische Niederlassungen sind registriert. Größter Arbeitgeber in Beijing ist der chinesische Staat mit seinen Ministerien und Behörden. Auch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh), mit mehreren großen Verwaltungsgebäuden innerhalb der Stadt, beschäftigt mehrere tausend Mitarbeiter.

 

Infrastruktur und Verkehr in der chinesischen Hauptstadt

Beijing hat einen Flughafen mit drei Terminals östlich der Stadt. Der dritte Terminal, aus der Vogelperspektive in Form eines Drachen, wurde im Februar 2008 im Vorfeld der Olympischen Spiele eröffnet. Der Flughafen verfügt damit über eine mögliche Kapazität von ca. 65 Millionen Passagieren im Jahr und ist auch für den Superjumbo A380 gerüstet. Die Verbindung zwischen der Stadt und dem Flughafen wird durch die S-Bahn-Linie L1, einer Vielzahl an Buslinien, Taxen und der Anbindung an das Schnellstraßennetz von Peking gewährleistet.

Die Zahl der Autos in der Stadt liegt bei rund 3,2 Millionen steigt. Längst ist auch in China das Auto zum Prestigeobjekt geworden und immer mehr Chinesen können sich ein Auto leisten. Zudem verfügt Peking über eine U-Bahn, die mit bislang zwei Linien jedoch nur einen kleinen Teil des Stadtgebiets abdeckt. Ein Großteil des öffentlichen Personennahverkehrs wird über das Busnetz abgewickelt. Es sind rund 20.000 Busse im Einsatz.



Ihre Meinung ist gefragt

Kommentar von Fabio | 09.12.2013

Danke! Das ist echt super! Genau das Richtige für meinen Referat!!!